Über unser Dorf

Dicht oberhalb Weilburg, eine Viertelstunde Wegstrecke entfernt, da wo die Berge des Taunus
allmählich zum Lahntal abfallen, liegt das Dorf Ahausen.
Im Tal nimmt die Lahn ruhig ihren geregelten Lauf, begleitet von der Landstraße und dem Schienenstrang 
der Gießen-Koblenzer Bahn. Von der Eisenbahn aus sieht man das Dorf idyllisch am Abhang
der Berge in einem Wald von Obstbäumen liegen, überragt von der uralten Friedhofslinde, unter der
die Menschen des Dorfes zur letzten Ruhe gebettet waren.
Im Lahntal breitet sich ein breiter Wiesensaum aus und etwa 20m über dem Spiegel des Flusses
liegt das Dorf, das so vor Hochwasser und Lahnnebel geschützt ist. Ahausen ist seiner Anlage nach
ein Haufendorf. Von seinem ältesten Teil, „dem alten Hof“, in einem kleinen Seitentälchen der Lahn
hat es sich in den letzten zwei Jahrhunderten nach Norden und nach Süden ausgebreitet.
Heute zählt Ahausen 550 Einwohner, 110 Familien und 91 Häuser (vermutlich um 1936). Mit seinen
Nachbarortschaften Waldhausen, Odersbach und Kirschhofen gehört es von den Anfängen seines
Bestehens an zum Amte Weilburg, mit dem es geschichtlich und wirtschaftlich verbunden ist. Eine
bäuerliche Bevölkerung besiedelte einst das Dorf; durch die Teilung der Besitztümer im
nassauschen Erbrecht, wurden die größeren Bauerngüter meist zerschlagen. Es entstanden im Laufe
der Jahrhunderte viele Kleinbauern, die einem Nebenerwerb nachgingen. Durch die Eisenerzgruben
und die Nähe der Stadt Weilburg schufen sich Arbeiter und Angestellte im Rahmen des
Bauerndorfes ihr Heimwesen.
Die Entstehung des Dorfes Ahausen ist in Dunkel gehüllt. Es besteht die Wahrscheinlichkeit, dass
es auf ein ebenso hohes geschichtliches Alter wie die Stadt Weilburg zurückblicken kann. Zu der
Erklärung des Namens sind mehrere Behauptungen aufgestellt und begründet worden. Spielmann
weist in seiner Geschichte der Stadt Weilburg nach, dass alle Orte auf "hausen, weiler, felden,
kirchen, berg, bach" frän-kischen Ursprungs sind (Ahausen, Hirschhausen, Drommershausen,
Kubach, Altenkirchen, Löhnberg). Kehrein deutet den Anfangsbuchstaben "A" in den älteren
Schreibweisen "Ahusum". "Ahuson", "Ahusen" des Ortsnamens aus "aha" (althochdeutsch), "ahha"
(mittel-hochdeutsch), "ahava" (gotisch), "aqua" (lateinisch), aus "Wasser" und "hausen". Durch
Kürzung und Zusammenziehung mit anderen Wörtern wird aus "aha" "a". In einem Flurnamen des
Dorfes, dem "Affengraben", finden wir dieselbe Wortbildung aus "aha" "affa" und "graben" zu
Wassergraben. Demnach bedeutet Ahausen= Häuser am Wasser, wodurch die Lage des Dorfes an
der Lahn eindeutig ausgedrückt ist...

670

Einwohner

169

Über normal Null

99

Einwohner/km

110

Mitglieder des HV